Werke

Durch das anklicken der verschiedenen Phasen bekomme Sie ein Ansicht von ausgewählten Werken der jeweiligen Schaffensperiode.

Phase 1 – Autodidaktismus (2017 bis 2021)
Beschreibung des Bildes
„Satin“, Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm, 2020

Beschreibung des Bildes
Unendlichkeit, Öl auf Leinwand, 40 x 30 cm, 2016

Beschreibung des Bildes
Punk, Acryl und Tusche auf Papier, 100 x 130 cm, 2019 •

Beschreibung des Bildes
Mr. Smartphone, Acryl auf Leinwand, 40 x 50 cm, 2017

Beschreibung des Bildes
Traurige Wehrpflicht, Öl auf Malkarton, 50 x 70 cm, 2017

Beschreibung des Bildes
La Cigarette 2, Öl auf Leinwand, 90 x 120 cm, 2019•

Beschreibung des Bildes
Hommage ans Informel, Öl auf Malkarton, 40 x 80 cm, 2019

Beschreibung des Bildes
Australia, Öl auf Malkarton, 100 x 70 cm, 2019

Beschreibung des Bildes
Wandern unter Beobachtung, Öl auf Leinwand, 100 x 70 cm, 2019

Beschreibung des Bildes
Layers No. 1, Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm, 2021 •

Beschreibung des Bildes
Layers No. 3, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, 2021 •

Beschreibung des Bildes
Monumentale Skulptur, Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm, 2017

Beschreibung des Bildes
Cosmopolitan, Acryl auf Malkarton, 70 x 100 cm, 2020 •

Beschreibung des Bildes
„Paint over Paint“, Acryl auf Malkarton, 70 x 100 cm, 2020

In der ersten Schaffensphase von Olek Gregory entsteht Kunst nicht aus Komfort – sondern aus Notwendigkeit. Seine Werke sind ein existenzielles Ventil – ein „Urlaub vom Schmerz“, ein Aufbruch in neue Wahrnehmungsräume. Ausgehend von einem intensiven autodidaktischen Studium der Kunstgeschichte widmet er sich gezielt dem Erlernen und Durchdringen künstlerischer Techniken – ein konsequentes „Messer schleifen“ an den Ausdrucksmöglichkeiten der Malerei. Dabei analysiert und erprobt er die Verfahren prägender Positionen: die kontrollierten Unschärfen und Zufallseffekte eines Gerhard Richter, die dynamischen, aufgeladenen Bildräume von Daniel Richter sowie die atmosphärische Dichte und erzählerische Offenheit bei Peter Doig. Hinzu kommt die gestische Radikalität eines Georg Baselitz, die gezielt mit Sehgewohnheiten bricht. Technisch vertieft Gregory seine Praxis unter anderem durch den Austausch mit Thomas Granseuer, insbesondere in der Arbeit mit Ölverläufen. Parallel dazu setzt er sich mit klassischen Maltechniken wie Sfumato auseinander und verbindet diese mit freien, sowie surrealen Impulsen im Geiste von Salvador Dalí. Besonders im Umgang mit dem Informel erforscht er gestische Spontaneität, Materialität und den bewussten Kontrollverlust als eigenständige Ausdrucksmittel. Zudem erweitert die künstlerische Arbeit unter dem Bildhauer Markus Haase seinen Blick für Form, Material und räumliches Denken über die Malerei hinaus. Trotz dieser intensiven Aneignung bleibt ein zentrales Moment bestehen: die Suche. Ein eigenständiger Stil ist in dieser Phase noch nicht klar definiert. Stattdessen entstehen Werke, die zwischen Einflüssen, Techniken und Ausdrucksformen oszillieren – als sichtbarer, ehrlicher Prozess des Findens, Zweifelns und Weitergehens.

Phase 2 – Synthese (2021 bis 2025)
Beschreibung des Bildes
Now, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, 2024 •

Beschreibung des Bildes
Position Perspektive, Öl auf Leinwand, 140 x 100 cm, 2024

Beschreibung des Bildes
Abstrakter Tropfen, Öl auf Leinwand, 80 x 60 cm, 2023

Beschreibung des Bildes
2 Personen stehend, Öl auf Leinwand, 185 x 150 cm, 2022 •

Beschreibung des Bildes
Provence Perspektive, Öl auf Leinwand, 120 x 100, 2023

Beschreibung des Bildes
Untitled, Öl auf Leinwand, 80 x 60 cm, 2023

Beschreibung des Bildes
Sehnsucht nach Hoffnung, Öl auf Leinwand, 185 x 175 cm, 2023 •

Beschreibung des Bildes
Full beautiful Life, Öl auf Leinwand, 250 x 120 cm, 2024

Beschreibung des Bildes
„Impressive position on chair“, Öl auf Leinwand, 180 x 115 cm, 2025

Beschreibung des Bildes
Exit, Öl auf Leinwand, 120 x 115 cm, 2024

Nach vier Jahren des autodidaktischen Lernens verdichtet sich nun der zuvor suchende Prozess zu einer zunehmend eigenständigen künstlerischen Haltung. Der technische Forschungsprozess weicht nun einer emotionalen Suche nach Ruhe, Selbstverständnis und innerer Ordnung – auch wenn sich dieser Zustand noch im Werden befindet. Aufbauend auf der intensiven Auseinandersetzung mit den Techniken großer Vorbilder beginnt Gregory, diese nicht nur zu studieren, sondern bewusst zu zerlegen, zu transformieren und in eine radikal eigene Form zu überführen. Im Geiste des Neoexpressionismus bewegt er sich auf einem schmalen Grat zwischen Figuration und Abstraktion – ein visueller Drahtseilakt, der sich sowohl im Motiv als auch im Pinselduktus widerspiegelt. Klare, gesetzte Formen treffen auf gezielt eingesetzte Zufälligkeit, präzise Linien auf aufgelöste, fast flüchtige Strukturen. Zentral wird dabei die Hinwendung nach innen: Während die erste Phase noch als ein „Ventil“ nach außen fungierte, versteht Gregory seine Arbeit nun als ein Eintauchen in die eigene Psyche. Die Seele erscheint wiederkehrend in figurativer Form – oft als weibliche Gestalt –, die nicht nur dargestellt, sondern als Projektionsfläche für innere Prozesse genutzt wird. Die eigene Geschichte wird zunehmend sichtbar – nicht linear erzählt, sondern fragmentiert, überlagert und emotional verdichtet. Ein eigenes Farbschema beginnt sich herauszubilden, das zwischen leuchtenden Primärfarben und gebrochenen, „verschmutzten“ Mischungen pendelt und so die Ambivalenz zwischen Klarheit und Unschärfe visuell trägt. Technisch bleibt die Malerei im Öl verankert, wird jedoch gezielt durch andere Medien wie Ölstift und Kreide akzentuiert. Diese Eingriffe verstärken die Vielschichtigkeit der Oberfläche und unterstreichen den Prozesscharakter der Werke. So wird Phase zwei zu einem sensiblen Gleichgewicht: zwischen Abstraktion und Figur, zwischen Kontrolle und Loslassen, zwischen äußerem Bild und innerer Erfahrung – und damit zu einem entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einer unverwechselbaren künstlerischen Identität.

Phase 3 – Essenz (2025 bis jetzt)
Beschreibung des Bildes
Linie Komposition 1, Öl und Ölstift auf Leinwand, 150 x 140 cm, 2025

Beschreibung des Bildes
„Linie Komposition 2″, Öl, Kreide und Ölstift auf Leinwand, 140 x 150 cm, 2025“

Beschreibung des Bildes
“ COMP 2″, Lackstift und Filzstift auf Büttenpapier, 50 x 70 cm, 2025″

In der aktuelle Werkperiode weicht die zuvor tastende Suche einer neuen künstlerischen Sicherheit: Der Strich wird selbstbewusst, gesetzt und unverkennbar eigen. Was diese Phase prägt, ist die bewusste Reduktion. Gregory beginnt, Komplexität gezielt zurückzunehmen, ohne dabei an Ausdrucksstärke zu verlieren. Im Gegenteil – durch das Weglassen entsteht Essenz. Die Werke wirken klarer, ruhiger und zugleich eindringlicher. Formen verdichten sich, Bildaussagen werden präziser, ohne ihre emotionale Tiefe einzubüßen. Auch formal verschiebt sich der Fokus: Die Arbeiten werden grafischer, der Duktus direkter. Häufig entstehen Linien und Flächen mit dem Finger oder grobem Pinsel, wodurch eine unmittelbare, fast körperliche Verbindung zur Leinwand spürbar bleibt. Der Farbauftrag gewinnt an Präsenz, wird pastoser, teils reliefartig – Malerei tritt zunehmend in den Raum. In dieser Reduktion entfaltet sich eine neue Qualität von Klarheit und Leichtigkeit. Die zuvor spürbare innere Unruhe weicht einer stilleren, gefestigten Haltung. Ruhe kehrt ein – nicht als Stillstand, sondern als bewusste Entscheidung für Konzentration, Präzision und das Vertrauen in die eigene künstlerische Sprache.